Donnerstag, 10. Juni 2010

Schneiden mit FinalCut

Das Arbeiten mit FinalCut

Es ist Mittwoch und Köln verliert sich in einer warmen Dunstglocke. Vor gut einer Woche sah es bei uns kaum besser aus, da auch wir Gefahr liefen, uns in einer Dunstglocke der verwirrenden Fehlermeldungen, Timecodeproblemen und widersprüchlichen anmutenden Ratschlägen zu verlieren. Da dies nicht geschehen ist und wir am Ende unser gesammeltes Videomaterial überspielt haben, beginnt Heute die "richtige" Arbeit mit Final Cut.

Frust kommt nur ganz am Anfag auf als uns der Mac mitteilt, dass unsere gespeicherte Datei leider zu neu sei um sie laden zu können. Wir wechseln den Mac, der uns danach entführt, in die wunderbare digitale Welt. FinalCut ist nicht einfach, aber mit der Zeit eröffnen sich einem die etlichen Möglichkeiten die einem das Programm bietet. Einige von uns haben schon Erfahrungen gesammelt im Bereich des Videoschnitts, allerdings meistens mit sehr "nutzerfreundlichen" Programmen.

Vielleicht lässt sich das Schneiden mit Auto fahren vergleichen. Es ist am Anfang nicht einfach, doch mit der Zeit geht einem die Bedienung fast automatisch von der Hand.
"Nutzerfreundliche" Programme wie VideoDeluxe fahren mit Automatik, sie sind nicht schwer in der Handhabung, aber wirkich frei in der Gestaltung ist man nicht. Mit FinalCut dagegen kann man den Motor noch richtig aufheulen lassen.
Bei uns war das zum Beispiel der Fall, als wir Standbilder "bewegen" wollten sprich hinein- und hinauszommen mussten. Bei FinalCut bieten sich hier nahezu unbegrenzte Möglichkeiten bei Tempo, Größe, Loop usw.
Und diese Erkenntnis gilt für viele andere Effekte ebenfalls.

Da unser Video sich ja so exakt wie möglich dem großen Vorbild (http://www.youtube.com/watch?v=XgPWFPJmqiw) ähneln sollte, war es für uns die größte Herausforderung, unser Material so auszuwählen und zu schneiden, um im Ergebnis die größte Annäherung ans Original erzielen zu können.


Auch am Donnerstag herrschen Luftbedingungen, wie im Sommer in Singapur. Doch der Fertigstellung unseres Rohschnitts steht das nicht im Wege. Nun können wir uns den vielen kleinen und größeren Problemen widmen, die wir noch zu bekämpfen haben. Das Größte ist ein allgegenwertiges Rauschen im Dialog zwischen Lorenzo und Shelly. Für das nächste Video wissen wir, dass man penibel auf den Sound achten sollte und dass das Onboard-Mikrofon nicht mit aufnehmen darf, will man nicht das Surren der DV-Kassette im Hintergrund hören. Die erfolgreiche Bekämpfung wollen wir noch sekundär schildern.
Ferner beschäftigte uns die Frage, ob die Übergänge/Schnitte, wie wir sie gesetzt hatten, noch optimiert werden könnten. Muss man immer den Mund sehen von demjenigen sehen der spricht? Oder ist ein erstaunter Gesichtsausdruck eine gute Alternative?

Einige weitere Fragen müssen wir bei nächsten und und vorraussichtlcihen letzten Schnittag noch klären. Audio-Mastering, Intro-Outro?, Abspann? DVD-Menu? Wie klappt das rendern?

Es gibt also noch einiges zu lösen, doch ein großes Ereignis lässt seine Silhouette am Horizont erahnen:

Der Final Cut.

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